Mit der Scanning-Technologie von Hexagon reproduzierter digitaler Zwilling von Michelangelos David in Dubai enthüllt

Das Meisterwerk nimmt seinen Platz im „Theatre of Memory“ im italienischen Pavillon auf der Expo Dubai ein

04. Mai 2021
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Eine 3D-gedruckte Nachbildung der berühmten Davidstatue von Michelangelo, geschaffen mithilfe der Scanning-Technologie von Hexagon, wurde diese Woche im italienischen Pavillon auf der Expo 2020 Dubai feierlich enthüllt.

Die Veranstaltung wurde vom italienischen Minister für auswärtige Beziehungen und Zusammenarbeit, Luigi Di Maio, dem Staatsminister für Toleranz der Vereinigten Arabischen Emirate, Ahayan Mabarak Al Nahayan, dem Staatsminister für internationale Zusammenarbeit und Geschäftsführer der Expo 2020 Dubai, Reem Al Hashimy, sowie dem Minister für Kultur und Jugend, Noura Al Kaabi, besucht. Der ‚David-Zwilling‘ bildet das Herzstück des „Theatre of Memory“ im Pavillon.

Die Nachbildung der Statue brachte zahlreiche Herausforderungen mit sich, nicht zuletzt aufgrund der Dimensionen des Originals, das bei über sieben Metern Höhe mehr als fünf Tonnen wiegt. Für die Fertigstellung des Scans der ikonischen Skulptur benötigten zwei Personen 10 Tage. Dabei kamen zwei Hexagon-Technologien zum Einsatz. Ein Streifenlichtscanner AICON StereoScan neo sowie ein Leica Absolute Tracker mit einem handgeführten Scanner gewährleisteten bestmögliche Genauigkeit. Die Kombination dieser beiden Technologien war entscheidend für beste Ergebnisse: Der Laser Tracker, der typischerweise bei der Messung von Präzisionsbauteilen in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt wird, garantiert hohe Genauigkeiten bei großen Flächen. Der Streifenlichtscanner hingegen erreicht eine noch höhere Auflösung auf kleinen Flächen. Dieses Messgerät kam bei den besonders detailreichen Elementen der Statue wie Gesicht und Händen zum Einsatz. Dank der Kombination beider Technologien erzielte das Team einen optimalen Kompromiss zwischen Größe und Auflösung.
 
Nahaufnahme-Michelangelos-David-ZwillingTrotzdem galt es, einige zusätzliche Herausforderungen zu meistern. So war es erforderlich einen Abstand von 80 cm zwischen Statue und Scanner einzuhalten, um optimale Detailtreue zu gewährleisten. Dies gestaltete sich insbesondere beim Erfassen filigraner Teile schwierig. Darüber hinaus wurden die Scanner aufgrund der Größe des Davids an einer Leiter montiert, die dann zur Messung angehoben wurde. Nach der Messung bewertete das Team Auflösung und Genauigkeit des Bildes und wiederholte den Vorgang bei Bedarf.
 
Im Anschluss an Davids Auftritt auf der Expo, wird der mithilfe des Scanvorgangs erzeugte digitale Zwilling für zusätzliche Erkenntnisse weiter analysiert. Die außergewöhnliche Präzision der Daten offenbarte beispielsweise die Auswirkungen von saurem Regen und Staub – sogar die Spuren unterschiedlicher Werkzeuge konnten erfasst werden. Diese Informationen stehen nun Fachleuten und Restauratoren für die Erhaltung der Davidstatue sowie anderer berühmter Kunstwerke zur Verfügung. Eine Verschlechterung des Erhaltungszustands lässt sich so besser prognostizieren und verhindern.
 
Zudem bieten sich zukünftig Gelegenheiten für weitere, wesentlich präzisere Scans der Davidstatue sowie anderer ikonischer Meisterwerke. Das jüngste Projekt ist der Nachfolger eines ähnlichen bereits 1999 von der Stanford Universität durchführten Projekts, in dessen Rahmen 22 Personen zwei Monate an einem niedriger auflösenden Scan arbeiteten. Angesichts weiterer technologischer Fortschritte ist zu erwarten, dass sich künftig eine noch weitaus höhere Genauigkeit erzielen lässt.
 
„Das Scanning der Davidstatue brachte eine Reihe von Herausforderungen mit sich“, erläutert Cesare Cassani, Automation Technologies & Portable Systems Manager bei Hexagon Manufacturing Intelligence. Nicht nur die Größe war enorm, auch der Zeitrahmen war eng bemessen. Zudem mussten wie im Laufe des Projekts einige Hindernisse überwinden. Spezifische Teile, wie beispielsweise die Handflächen und der Bereich unter dem gebeugten Arm, erwiesen sich als besonders anspruchsvoll. Das gleiche gilt für das Erfassen all der kleinen Dellen und Unebenheiten, welche die Davidstatue im Laufe der Zeit davongetragen hat.“
 
„Teil des Projektteams zu sein, bedeutet nicht nur eine große Anerkennung von Hexagons Technologien und Expertise in der digitalen Transformation. Wir sind auch stolz, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung zu leisten sowie Kunst und Kultur für die gesamte Welt erlebbar zu machen”, sagt Levio Valetti, Marketing and Communications Manager, Hexagon Commercial Operations Italien. 

Die Nachbildung von Michelangelos David ist ein gemeinsames Projekt des italienischen Generalkommissariats für die Expo 2020 Dubai, des Museums Galleria dell’Accademia in Florenz und des Kulturministeriums in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Bau- und Umwelttechnik der Universität Florenz.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: https://italyexpo2020.it/en/memory-and-future-michelangelos-david-at-expo-2020-dubai/


Pressekontakt:
Levio Valetti, Marketing and Communications Manager (Italien)
Divisione Manufacturing Intelligence, Hexagon
E-Mail: levio.valetti@hexagon.com 

Robin Wolstenholme, Global Media Relations and Analyst Relations Manager
Geschäftsbereich Manufacturing Intelligence, Hexagon
Tel.: +44(0)207 0686562
E-Mail: robin.wolstenholme@hexagon.com oder media.mi@hexagon.com
 
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