Blauweisse Messtechnik unter weissblauem Himmel

Aircraft Philipp - Deutschland

In Übersee/Bayern entstehen bei Aircraft Philipp Strukturteile für alle erdenklichen Passagier- und Militärflugzeuge. Darunter auch der A320, das weltweit am meisten verkaufte Mittelstreckenflugzeug. Damit die Silbervögel sicher in den weißblauen Himmel abheben, setzt Aircraft Philipp in der Qualitätssicherung auf ein Koordinatenmesssystem von Hexagon Metrology.
 
Seit über 45 Jahren ist Aircraft Philipp am Markt aktiv. Von drei Standorten in Deutschland aus gehen Struktur- und Triebwerksteile hinaus an die Montagelinien nahezu aller namhaften Flugzeugbauer. Per Zerspanung entstehen am Standort Übersee aus Aluminium oder dem kostspieligeren Titan die verschiedensten Strukturteile mit einer Größe bis zu 2 Metern, die das Gerüst der Fluggeräte bilden. Geringe Losgrößen, jedoch eine enorme Teilevielfalt sind Tagesgeschäft für die Bayuwaren. Toni Liedl, Geschäftsleiter bei Aircraft Philipp, ist auch nach Jahrzehnten im Geschäft immer noch fasziniert von der Ingenieurskunst, die hinter dem Bau eines Flugzeugs steht. „Dass am Ende alles so zusammenpasst, wie es soll, begeistert mich immer wieder. Besonders wenn man bedenkt, dass unendlich viele Teile in so einem Flugzeug stecken mit Regelgeometrien, Geraden, verschiedenen Winkeln und so weiter.“
 
Tausendsassas: DEA GLOBAL und PC-DMIS

_DSC0983Hervorgetan hat sich das Unternehmen besonders mit seiner Kompetenz in Sachen NC-Programmierung. Doch nicht nur die Fräs- und Drehmaschinen werden mit CAD-Daten aus CATIA V5 gefüttert. Auch für die Messtechnik sind die Daten essentiell. Die Messtechniker arbeiten mit einem Koordinatenmessgerät der Reihe DEA GLOBAL mit einem Messbereich von 1200 x 3000 x 1000 mm und der Messsoftware PC-DMIS CAD++. Die Software kann CADModelle problemlos integrieren.

Neben dem Prüfen von Erstmustern wird das Koordinatenmesssystem im Messraum für die Kontrolle der laufenden Serien – seien es nun Stichproben oder 100%-Kontrollen – und für das Messen der Teile nach Änderungen im Fräsprogramm eingesetzt. Messtechniker Andreas Laumer spannt das jeweilige Werkstück dazu auf dem Koordinatenmessgerät auf und startet das Messprogramm. Im Normalfall kann Laumer innerhalb von 30 bis 60 Minuten eine Aussage treffen, ob das Bauteil konform mit dem Referenzmodell ist oder nicht. 

Starkes Argument: Offline-Programmierung 


„Wir haben in das System von Hexagon Metrology investiert, da PC-DMIS mit Abstand die beste Messsoftware hinsichtlich Offline-Programmierung ist“, so Liedl. Seit der Einführung der Offline-Programmierung auf Grundlage von CAD-Daten ist das Unternehmen in der Lage, NC- und Messprogramm zum gleichen Zeitpunkt zu erstellen – ohne das Teil physisch vor sich zu haben und die Messmaschine damit zu blockieren. Eine enorme Zeitersparnis. „In Zeiten guten Wachstums müssen wir 500 Erstbemusterungen pro Jahr bewältigen, was auf fünf bis sieben Freigabeprozesse pro Tag hinausläuft. NC-Programm und Messprogramm müssen parallel entstehen, damit wir dieses Pensum überhaupt in der  Kürze der Zeit bewältigen können“, sagt Toni Liedl. Während mit der Offline-Lizenz programmiert wird, können auf dem KMG mit bereits fertiggestellten Programmen Teile geprüft werden.
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Und auch das Teamwork über bayerische Landesgrenzen hinweg funktioniert. Alle Gesellschaften der Unternehmensgruppe nutzen die Messsoftware PC-DMIS CAD++. Wenn am Standort Karlsruhe Not am Mann ist, senden die Karlsruher einfach das CADModell sowie die notwendigen Informationen zu Taster, Spannsystem und X-Y-Z-Achsen nach Übersee. Am Offline-Platz erarbeitet Andreas Laumer das Messprogramm und stellt es seinen Kollegen in Karlsruhe zur Verfügung.  

Mitglied der PC-DMIS Fangemeinde

Von den Features der Messsoftware ist Andreas Laumer begeistert: „Ich bin ein richtiger PC-DMIS Fan“, bestätigt er. „Das Schöne an PC-DMIS ist, dass beim Programmieren verschiedene Wege zum Ziel führen. Somit gibt es immer eine Alternativlösung. Auch die Rückführbarkeit der Auswertungen ist ideal. Wenn ich zum Beispiel zu einem Durchmesser noch eine Rundheitsauswertung fahren muss und das Teil ist unter Umständen schon beim Kunde, kann ich die Auswertung trotzdem vornehmen – mit den bereits gemessenen Werten.“ Ausserdem könne er dank der Shortcuts und der guten  grafischen Aufmachung die Programme sehr schnell erstellen. Geholfen hätte ihm dabei das exzellente Training durch Hexagon Metrology. Und auch der Support durch die Anwendungstechniker bei Hexagon Metrology sei Gold wert, so Laumer. 
 
Genauso breit gefächert wie das Teilespektrum bei Aircraft Philipp sind zum einen die Normen, die es zu erfüllen gilt, sowie die Toleranzen der verschiedenen Teilemerkmale. Von einigen wenigen Mikrometern bis hin zu einigen Hundertsteln Millimetern reicht die Spanne. Eine universelle Messlösung musste es also sein. Mit der DEA GLOBAL Koordinatenmessmaschine in Kombination mit der flexiblen Software PC-DMIS CAD++ hat Aircraft Philipp auf die richtigen Karten gesetzt. 

Case Study Aircraft Philipp - Uebersee

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