Airbus führt Messaufgaben mit DEA-Koordinatenmesssystemen durch

Airbus - North Wales

Das Airbus Werk in Broughton, North Wales, hat vor kurzem in eine große Koordinatenbrückenmessmaschine von DEA investiert. Das KMG bietet fortschrittliche Messprüfungseigenschafen, die mit der Produktion von Flügelholmen der aktuellen Airbus‑Flugflotte und der Komponentenfertigung für den neuen Airbus A380, ein mit 555 Sitzplätzen bestücktes Flugzeug des 21. Jahrhunderts, Schritt halten können.

Das neue Koordinatenmessgerät (KMG) DEA DELTA AB wurde entwickelt, um großvolumige Luftfahrt-Werkzeuge, –komponenten und – untergruppen ohne Genauigkeitsverlust in Fertigungsumgebung zu überprüfen. Seine innovative, mechanische Konfiguration vereinigt Konstruktionsaspekte von Brücken- und Portalbauweise, so dass eine Optimierung für die spezielle Anwendung erfolgt.

Die DELTA AB besitzt derzeit einen Längsmessbereich von 10,5 Metern, einen Quermessbereich von 3 Metern, und einen vertikalen Messbereich von 500 mm. Mit einer Genauigkeit von 4 + 5L/1000 zählt diese Messmaschine bei weitem zu den Systemen mit der höchsten Genauigkeit und Wiederholbarkeit seiner Klasse. Um die Überprüfungsfähigkeiten von sehr langen Flugstrukturkomponenten zu erhöhen, plant das Team Airbus eine zukünftige Erweiterung des KMG‑Messvolumens. Dabei soll der Längsmessbereich auf 20 Meter erweitert werden. Die DELTA AB wird in Fertigungs-umgebung installiert, um Flügelholme zu prüfen, deren Messtoleranzen sich innerhalb eines sehr engen Spektrums befinden.

Diese Konstruktionseigenschaften in Verbindung mit der A.C.T.I.V. Software (ein fortschrittliches mit mehreren Sensoren bestücktes Temperaturkompensationssystem) sorgen dafür, dass temperaturbedingte Deformationen des KMG und des zu messenden Werkstücks die Maßprüfung nicht beeinflussen. Ein Netz von 20 thermischen Sensoren, die an den entscheidenden Maschinenstellen installiert sind und 10 Sensoren, die mit den Komponenten automatisch in Berührung kommen, liefern der Mess-Software sowohl einen fortschrittlichen, komplexen Algorithmus, als auch eine große Anzahl der Umgebungsdaten in Echtzeit. Anhand dieser Werte korrigiert eine Kombination aus
linearen und strukturellen Temperaturkompensations- Routinen jeden Messpunkt in Echtzeit und setzt somit den Temperatureinfluss außer Kraft. Die A.C.T.I.V. Software-Technologie garantiert in Verbindung mit einer hervorragenden Maschinenkonstruktion, die speziell für die Maximierung ihrer Messbeständigkeit und Genauigkeit entwickelt wurde, und dem Einsatz von hochleitfähigen Materialien einen schnellen Temperaturstabilisierungsprozess.

DEA übernahm im Rahmen des Projektes auch die Konstruktion und den Bau des geeigneten KMG‑Fundamentes, welches die notwendige Steifigkeit garantiert. Die offene Struktur des neuen KMG bietet optimale Zugänglichkeit zum Arbeitsbereich sowohl für eine schnelle Be-und Entladung der Werkstücke als auch für die leichte Integration weiterer Arbeitsutensilien. Die zu messenden Werkstücke werden mithilfe eines Brückenkrans auf dem bodeneben installierten Messtisch in Position gebracht. Der komplette Messbereich ist durch Lichtvorhänge und Sicherheitstüren geschützt, so dass dem Bediener während der KMG-Achsbewegungen der Zutritt verwährt bleibt. Die zu messenden Komponenten werden auf speziell, von DEA entwickelten und gelieferten, Auflagevorrichtungen befestigt. Diese Spannvorrichtungen haben zur Aufgabe, die Komponenten während des Messvorgangs in Position zu halten. Diese Aufgabe erfüllen präzise Positionierhilfen und spezielle Saugnäpfe, die die Flügelholme in der gleichen Position wie in der 5-Achsen‑Bearbeitung halten.

Die Messmaschine ist mit der geometrischen Mess-Software PC-DMIS, einem interaktiven Grafik-Paket, ausgestattet, das die Messprogrammierung für gewöhnliche und komplexe Anwendungen vereinfacht und rationalisiert. PC-DMIS bietet eine schnelle und präzise Datenanalyse, eine komplett konfigurierbare Bedieneroberfläche, interaktive Berichterstellung und Datenverwaltung sowie graphisch dargestellte Output-Fähigkeiten. Hilfreiche CAD Schnittstellen-Optionen ermöglichen den direkten Übergang von CAD-Daten zur Teileprogrammierung, Grafiksimulationen und Messergebnissen. Airbus wird die Messprogrammierungsaufgabe beschleunigen, indem ein Offline Programmiersystem eingesetzt wird. Dieses System ist in der Lage, Teileprogramme in Standard DMIS‑Formaten direkt aus der CAD Geometrie zu generieren. Die Fähigkeit von PC-DMIS, diese Programme ohne eine Übersetzung ausführen zu lassen, gewährleistet eine hohe Teileprogramm-Beständigkeit und eine höhere Bediener‑Effizienz. Die Messergebnisse können für eine ausführlichere SPC Analyse mithilfe von DMIS Links vom Off‑Line System hochgeladen werden. 

Case Study: Airbus - Broughton

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